«Mein leuchtendes Haus!» Richard Voß’ Italien: Frascati und die Villa Falconieri

Christiane Baumann

Abstract


Richard Voß gehörte Ende des 19. Jahrhunderts zu den meistgelesenen Autoren im deutschsprachigen Raum. Als junger oppositioneller Autor im Kaiserreich verboten, prägte er die Anfänge des deutschen Naturalismus maßgeblich. Mit seinem Roman Zwei Menschen wurde er später zum Bestsellerautor. Auch seine Italienrezeption weist ihn als Ausnahmeerscheinung aus. Neben naturalistischen Skizzen aus dem italienischen Alltag entstanden zahlreiche Italienromane, darunter Villa Falconieri (1896). Der Beitrag untersucht diesen Roman, in dem sich exemplarisch im Spiel mit Maske und Signal der Identitätskonflikt des homosexuellen Künstlers widerspiegelt. Zugleich wird die kulturelle Bedeutung der Villa Falconieri erhellt, in der Voß zwanzig Jahre während seiner Italienaufenthalte lebte. Die Villa erlangte durch den Dichter als Ort des geistig-kulturellen Lebens eine außergewöhnliche Berühmtheit. Sie wurde zum Treffpunkt Romreisender und zu einem Künstlermagnet.


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ISSN: 0039-2952